
Solarthermieanlage
Energie wurde in den letzten Jahren immer teurer. Der Grund hierfür liegt in erster Linie daran, dass die verwendeten Energieträger, zumeist Erdöl und Erdgas, endlich sind und auf Grund der immer weiter fortschreitenden Entwicklung der Schwellenländer knapper werden. Durch das Ansteigen der Nachfrage, sowie die weitere Verknappung, steigt der Preis.
Die Alternative ist, auf Energieträger zurückzugreifen, die unendlich zur Verfügung stehen, wie beispielsweise die Sonnenenergie. Sie kann im Eigenheim sowohl passiv als auch aktiv genutzt werden. Unter der passiven Nutzung zum Beispiel versteht man die Nutzung der Sonnenwärme durch die Fenster, die in Verbindung mit einer guten Wärmedämmung hilft, Heizenergie zu sparen. Um die Sonne aktiv zu nutzen, können zudem Solarthermieanlagen eingebaut werden. Hierzu werden Kollektoren auf das Hausdach montiert. Für den größtmöglichen Nutzen sollte die Ausrichtung der Kollektoren natürlich gen Süden erfolgen, aber auch eine südöstliche oder südwestliche Ausrichtung kann ausreichen. Die Größe der zu montierenden Kollektoren orientiert sich in erster Linie an der Nutzung der Solarthermieanlage. Wird sie lediglich zur Warmwasser-Aufbereitung genutzt, sollte pro Person 1-1,5 Quadratmeter an Kollektorfläche montiert werden. Für die Unterstützung der Heizungsanlage und Fußbodenheizung werden bereits etwa 2,5 Quadratmeter benötigt.
Die auf die Kollektoren eintreffenden Sonnenstrahlen erwärmen hierbei die darin enthaltene Solarflüssigkeit, die anschließend entweder zur Heizungsunterstützung oder aber zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Auch eine kombinierte Nutzung der Brennwerttechnik ist möglich. Diese Flüssigkeit friert natürlich auch im Winter nicht ein, um eine ganzjährige Nutzung der Anlage gewährleisten zu können. Um die Wärme über einen größeren Zeitraum nutzen zu können, verfügen Solarthermieanlagen zudem über einen Speicher, dessen Größe, je nach Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, dimensioniert werden sollte. Die Frage vieler Hausbesitzer, die sich für eine Solarthermieanlage interessieren, ist die nach der Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage. Diese Frage kann jedoch nicht pauschal beantwortet werden, da die Sonnenscheindauern pro Jahr in den verschiedenen Regionen Deutschlands sehr unterschiedlich sind. In jedem Fall erhöht die Solarthermieanlage aber den Wert des Hauses, schont die Ressourcen, sowie die Umwelt, und macht Hausbesitzer unabhängig von anderen Energieträgern. Somit wird Geld gespart, gerade bei weiter steigenden Öl- und Gaspreisen. Nach aktueller Einschätzung kann sich eine solche Anlage nach etwa 15-20 Jahren rechnen, bei stark steigenden Ölpreisen kann dies sogar deutlich schneller geschehen.
Die Kosten einer Solarthermieanlage sind abhängig von der Größe und der gewünschten Nutzung. Da erneuerbare Energien von der Bundesregierung über das EEG-Gesetz gefördert werden, können Eigenheimbesitzer für die Erstellung von Solarthermieanlagen Förderungen sowie zinsgünstige Kredite der KfW Bank erhalten.