
EEG-Gesetz
Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien, auch EEG-Gesetz genannt, unterstützt den Aus- und Aufbau von Energieversorgungsanlagen. Erneuerbare Energien sind kontinuierlich verfügbar und können den Anlagen entnommen und zugeführt werden. Es stehen uns dazu das Sonnenlicht, die Windenergie, Biomassen und die Erdwärme zur Verfügung.
Das Ziel der EEG ist es, fossile Energien und die Kernenergie ganz zu ersetzen, somit auch die globale Erwärmung zu reduzieren oder gar zu stoppen. Im Jahre 2007 sind in ganz Deutschland rund 7% der Gesamtenergie aus erneuerbaren Energien gedeckt worden. Ziel soll es sein, dass mindestens 14% innerhalb der nächsten Jahre erreicht werden. Eine Anlage welche zu den neuen Anlagenformen gehört ist eine Holzhackschnitzelanlage. Holzschnitzel werden meist aus Harthölzer (Buche und Fichte) hergestellt. Der Vorteil an dieser Anlage ist die ausgereifte Brennwerttechnik, mit welcher man Holzreste oder Schwachholz verwenden kann. Die Holzschnitzel hierzu sind relativ preisstabil.
Eine weitere Energieversorgungsanlagen die im EEG-Gesetz aufgezählt wird, ist die Solarthermieanlage im Industrie- und Privatbereich. In ganz Deutschland würde die eingestrahlte Solarenergie soviel Energie produzieren, das jedes Haus damit ein ganzes Jahr versorgt werden kann. Ein sehr wichtiger Beitrag die Schadstoffe und den allgemeinen Energieverbrauch zu senken wäre die Nutzung der Geothermie (Erdwärme). Ab einer Tiefe von 15m ist die Erdwärme verwendbar. Ein unverzichtbares Hilfsmittel bei dieser Energiegewinnung ist die Wärmepumpe. In der Industrie werden meist Energiepfähle in den Erdboden geführt um die Erdwärme nutzen zu können. Ein weiteres Kapitel des EEG-Gesetzes ist die Windkraft. Bei einer Windkraftanlage wird die Energie des Windes (kinetisch) in elektrische Energie umgewandelt. Die so hergestellte Energie wird dann sofort in das Stromnetz eingespeist und ist sofort verwendbar für Haushalte und die Industrie.
Seit kurzer Zeit werden auch horizontale Rotationsachsen verwendet, da diese effizienter sind, und sie selber die richtige Stellung der Windrichtung finden. Diese Energie eignet sich weniger für den Privatgebrauch, da sie eine sogenannte "Abschaltwindgeschwindigkeit" hat und dann auch sofort die Energiezufuhr gestoppt wird.
Die Wasserkraftnutzung ist ebenfalls im EEG beinhaltet. 16% der Gesamtenergie auf der ganzen Welt werden schon mit der Kraft des Wassers erzeugt. Kleinwasserkraftwerke sind einer der wichtigsten Anlagen beim Erhalt der Natur. Auf Grund von kleineren Fallhöhen des Wassers liefert diese aber oft nur eine geringe erneuerbare Energie. Laufwasserkraftwerke werden über Flüsse oder Kanäle betrieben. Ein Vorteil, neben dem Umweltschutz, ist auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. In Deutschland sind derzeit sechs Wasserkraftwerke mit Schleusen in Betrieb. Der Umwelt zuliebe sollte man auch im Privatbereich über alternative Energiequellen nachdenken.